Chronik - 1. Kammermusikfest 1995

FRANZISKA KÖNIG
entstammt einem sehr musikalischen Elternhaus. Sie verbrachte ihre Kindheit vorwiegend, in Taiwan und Japan. Zunächst begeisterte sie sich für Oper und Gesang.
Mit 10 Jahren begann sie unter Anleitung ihres Vaters Wolfram König mit dem Violinspiel, wobei sie so rasche Fortschritte machte, daß sie, bereits 12-jährig in Tokyo mit Mendelsohns Violinkonzert einen großen Erfolg feiern konnte. 1976 kehrte die Familie nach Europa zurück, zunächst nach Wien.
Nach verschiedenen Preisen und Auszeichnungen und einem Auftritt in der ZDF-Gala "Anneliese Rothenberger stellt vor" gab sie, 16-jährig, am Klavier begleitet von ihrem 2 Jahre jüngeren Bruder Iwan, ihr Debüt im Musikverein Wien.
Es folgten Rundfunkaufnahmen beim NDR in Hamburg und Auftritte in Österreich, Deutschland, Holland, Spanien, Italien, Luxemburg, der Schweiz und Japan. Schon vor ihrem Studium (1983-86 bei Franz Samohyl in Wien, seit 1986 wieder bei ihrem Vater Wolfram König an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen) sammelte Franziska König reichlich Erfahrungen als Solistin und Kammermusikerin. Zusätzliche Anregungen für ihre Arbeit holte sie sich in Meisterkursen bei Gidon Kremer, Yehudi Menuhin, Mischa Maisky, Daniel Schafran, Sigiswald Kuijken u.a.
Von 1984 an hatte Franziska König als Solistin erfolgreiche Auftritte mit den Violinkonzerten von Bartok, Brahms, Elgar, Glasunow, Schostakowitsch und Schumann. 1987 trat Franziska König erstmals in den USA auf. Ihre Auftritte als Solistin und die Duoabende mit ihrem Bruder wurden vom Publikum mit, der größten Begeisterung aufgenommen.
Seit 1992 ist Franziska König Mitglied der "Kammermusikvereinigung Wien". In den letzten Jahren hat, sie sich außerdem in zunehmendem Maße der Solo-Literatur für Violine gewidmet. So ist sie bereits mehrfach mit den 6 Sonaten und Partiten von J.S. Bach, der Solo-Sonate von Bela Bartok und den Capricci von Nicolo Paganini an die Öffentlichkeit getreten.
Seit 1993 ist Franziska König Primgeigerin des neugegründeten "Gesualdo-Quartetts".




Orgelkonzerte u. Orgelzyklus 2002